Rund um den Wein
Weißweinreben
Grüner Veltliner ( Veltliner, Weißgipfler)
Der Grüne Velltiner ist eine urösterreichische Rebsorte. Heute ist er die meist angebaute Weißweinrebe Östereichs, den Siegeszug hat er erst in den 50-ger Jahren begonnen, und zwar mit der Einführung der Lenz - Moser Hochkultur.
Frühroter Veltliner (Malvasier):
Bei der Herkunft dieser Rebe gibt es zwei Annahmen; entweder stammt sie aus Griechenland oder doch aus Niederösterreich ( Gumpoldskirchen). Sicher ist, dass sie eine alte österreichische Rebsorte ist, die immer eher eine untergeordnete Rolle spielte.
Müller Thurgau (Riesling x Sylvaner, Rivaner):
Der Müller Thurgau ist eine der erfolgreichsten Neuzüchtungen der Welt, wenn nciht die erfolgreichste. In nur 100 Jahren hat diese Rebsorte eine weltweite Verbreitung gefunden. Der Schweizer Hermann Müller aus Thurgau züchtete diese Sorte mit Riesling x Sylvaner 1891. Heute ist die Rebe in Östereich wieder rückläufig, und wir vor allem für Tafelweine verwendet.
Muskat Ottonel (Feinschmeckender):
Stammt ursprünglich aus Frankreich und könnte eine Spielart des Muskatellers sein.
In den letzten Jahren immer rückgängiger.
Scheurebe ( Sämling 88, S 88):
Die Scheurebe wurde in Deutschland von Georg Scheu, im 88 Versuch, gekreuzt; und zwar mit Silvaner x Riesling. Es ist eine sehr elegante, geschmackige und süffige Rebsorte, die in Österreich leider oft unter ihren Wert geschlagen wird.
Sylvaner (Silvaner, Grüner Silvaner):
Wahrscheinlich stammt die Rebe aus der Zisterzienserabtei Ebrach in Deutschland. In Österrreich ist der Anbau in den letzten Jahren unaufhaltsam zurück gegangen.
Furmint (Gelber Furmint, Mosler, Zapfner, Luttenberger):
Ursprungslich könnte die Rebe aus dem Balkan kommen, oder aus Ungarn. In Ungarn wird aus dieser Rebsorte der bekannte Tokajer gekeltert. In Österreich findet man sie höchstens im nördlichen Burgenland (Rust), dort wird sie auch zur Süßweinproduktion herangezogen.
Welschriesling:
Der Welschriesling ist die meistangebaute Rebsorte der Steiermark. Es gibt zwei verschiedene Varianten, über die Herkunft der Rebe. Sie könnte aus Italien abstammen oder aus der Champagne in Frankreich . Das Hauptverbreitungsgebiet liegt heute in Österreich, Ungarn, Südtirol und Norditalien.
In Östereich findet man die Rebe in klassischen leichten Ausbau, und auch im Ausbau der Prädikatsweine.
Riesling (Rheinriesling, Weißer Riesling) :
Der Riesling wird oft als "König der Weißweinreben" bezeichnet. Sicher ist, dass der Riesling zu den wertvollsten Weißweinreben der nördlichen Anbaugebiete ist. Der Riesling ist heute weltweit verbreitet und bringt, je nach Gebiet und Ausbauweise, sehr unterschiedliche Qualitäten hervor.
Gelber Muskateller (Muskateller, Weiße Muskattraube):
Vom Muskateller existiert ein große Vielzahl von Spielarten mit weißen, grauen, roten und violetten Trauben. Zweifellos gehört die Rebe zu den ältesten Sorten der Welt, und dürfte aus Vorderasien stammen.
Weissburgunder ( Pinot Blanc, Klevner, Pinot Chardonnay, Weißer Ruländer):
Mit ziemlicher Sicherheit gilt wieder die Burgund als Heimat des Pinot Blanc. Er ist stark verbreitet in Frankreich, Norditalien, Tschechien, Slowenien, Chile, Australien und natürlich in Österreich. Der Weißburgunder ist ein hervorragender Speisenbegleiter, da er sich zu vielen Gerichten ( fast jedem) empfehlen läßt; und sowohl von Frauen als auch von Männern sehr gerne getrunken wird.
Sauvignon Blanc:
Die Rebsorte stammt aus dem Südwesten Frankreichs, und ist heute fast überall auf der Welt anzutreffen. Die Qualität der Sorte hängt sehr stark vom jeweiligen Jahrgang und vom Standort ab. Neben Welschriesling und Muskateller eine der wichtigsten Rebsorten der Steiermark.
Chardonnay (Morillon, Weißer Clevner, Gelber Weißburgunder, Pinot Chardonnay):
Der Name leitet sich vom gleichnamigen Ort in der Nähe von der Stadt Macon (Ort voller Disteln) in der Burgund ab.
Als Morillon darf er nur in der Steiermark bezeichnet werden. Die Abstammung der Rebe kann nicht genau bestimmt werden. Es steht nur fest, daß sie eine alte Rebsorte ist und in vielen Rebvarianten weltweit verbreitet ist.
Rotgipfler ( Reifler, Rotreifler):
Heute ist die alte Rebsorte nur mehr rund um Gumpoldskirchen beheimatet; sie ist somit eine typische österreichische Spezialsorte, die zusammen mit dem Zierfandler sehr viel zum Ruhm von Gumpoldskirchen beigetragen hat.
Zierfandler (Spätrot, Rubiner, Rotreifer):
Über die Herkunft des Zierfandlers weiß man nichts genaues. Er könnte aus Slowenien oder aus Italien (Comer See) abstammen. Er ist wie der Rotgipfler, eine wichtige Rebsorte rund um Gumpolskirchen.
Grauburgunder (Pinot Gris, Pinot Grigio, Ruländer, Grauer Burgunder):
Der Ruländer ist wahrscheinlich durch eine Knospenmutation aus dem Pinot Noir entstanden. Die ursprüngliche Heimat ist wahrscheinlich wieder die Burgund in Frankreich. Je nach Ausbauweise bringt sie leichte bis zu kräftige und extraktreiche Weine hervor.
Neuburger (Grüner Burgunder):
Höchst wahrscheinlich kommt diese Sorte aus Niederösterreich (Wachau), und hat den Weg nur bis ins Burgenland geschafft. Denn sonst ist der Neuburger nirgends beheimatet. Aber auch hier ist er rückgängig, da wenig Nachfrage besteht.
Bouvier:
Stammt aus der französischen Schweiz. Ihr Ertrag ist unsicher und gering, deswegen verliert sie immer mehr an Bedeutung in Österreich. Da sie eine sehr frühreife Sorte ist, wird der jetzige Bestand gerne für den Sturm herangezogen.
Traminer (Gewürztraminer, Roter Traminer):
Den exakten Ursprung kann man nicht nennen, da es verschiedene Meinungen dazu gibt. Ausgrabungen haben ergeben, dass die Rebe den Ursprung in Ägypten hat, aber
sie kann auch aus Griechenland stammen, oder doch aus Südtirol. In Österreich ist der Klöcher Traminer zu erwähnen, " Der Wein mit dem Duft der Rose".
Rotweinreben
Blauer Zweigelt (Rotburger, Zweigelt):
Der Zweigelt ist eine Neuzüchtung von Hr. Dr. Fritz Zweigelt, der 1922 Blaufränkisch x St. Laurent gekreuzt hat. Er war auch Direktor der Weinbauschule in Klosterneuburg.
Heute ist der Zweiglet die meistverbreiteste rote Rebsorte in Österreich. Die Rebsorte bringt von leichten Tafelweinen bis hin zu qualitativ hochwertige Weinen hervor.
Blaufränkisch (Lemberger, Limberger, Kékfrankos):
Der Ursprung des Blaufränkischen ist bis heute noch nicht geklärt, die Verbreitung ist nur mehr in Deustchland, Ungarn und Österreich gegeben. Das Mittelburgenland wird auch als Blaufränkischland bezeichnet, da diese Rebsorte die wichtigste im Mittelburgenland ist, Boden und Klima hervorragend geeignet ist.
Blauer Portugieser ( Portugieser blau, Vöslauer, Badener):
Der Portugieser ist eine alte, bodenständige österreichische Sorte, die in den letzten Jahren leider immer weniger wird. Er ist ein typischer Konsumwein, einfach unkompliziert und süffig.
Blauer Wildbacher:
Der Name stammt vom Wildbach in dr Herrschaft Wildbach bei Bad Gams (Weststeiermark), wo die Reben gezogen worden sein sollen.
Die Sorte ist bei uns vor allem als Rosewein Schiclher bekannt! Der Name Schilcher ist eine Ursprungsbezeichnung und zugleich ein im österreichischen Weingesetz festgelegter Gebietsschutz. Der Name Schilcher leitet sich vom schillern des Weines ab.
Seit den letzten Jahren wir der Wildbacher auch Rot bzw. weißgepresst ausgebaut.
St. Laurent (Pinot St. Laurent):
Der Name St. Laurent bezieht sich auf den Tag des Heiligen Laurentius ( 10.08.).
Die Rebe dürfte ihren Ursprung in Frankreich haben, obwohl sie dort heute nicht mehr gepflanzt wird. Die trockenen und ausdrucksvollen Weine sind iedeale Speisenbegleiter und ideal zu dunklem Fleisch; vor allem zu Wildgerichten.
Blauer Burgunder ( Pinot Noir, Blauer Spätburgunder):
Schon wie der Name zeigt, stammt die Rebe ursprünglich aus der Burgund in Frankreich, und ist heute in fast allen Weinbauländern anzutreffen. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an Klima, Boden und Lage. Bei qualitativ hochwertigen Weinen, weißt er ein hohes Lagerungspotential auf.
Blauburger:
Kreuzung aus Blauer Portugieser x Blaufränkisch, 1923 gezüchtet in Klosterneuburg; intensive kräftige Farbe, intensiver Rotweinduft, samtig - herbe Geschmacknote
Merlot (Merlot Noir):
Der Name wurde vom französischen Wort Merle (= Amsel) abgeleitet. Wahrscheinlich stammt die Rebsorte aus Bordeaux, es ist aber nicht bewiesen. Dies ist auch das Hauptanbaugebiet der Rebe, aber mittlerweile gibt es sie weltweit.
Cabernet Sauvignon (Petit Cabernet, Burdeos Tinto):
Ursprungsland ist Frankreich (Bordeaux), heute ist sie eine der wichtigsten Rebsorten weltweit. Sie gedeiht überall auf der Welt, wo es genügend Sonne und Wärme gibt; ansonsten wird die Traube nicht reif und wirkt grün am Gaumen.
Cabernet Franc:
1635 wurde sie erstmals in ihrem Ursprungsland, Bordeaux, schriftlich erwähnt. Sie ist dem Cabernet Sauvignon sehr ähnlich, aber er gedeiht auch in kühleren Gebieten, und hat mehr Ertrag.
Isabella:
Diese Rebsorte gehört zu den Hybriden (= Direkträger) und wurde 1820 aus den USA nach Frankreich eingeführt. Bei uns ist der Rosewein daraus bekannt, als Uhudler, Heckenklescher etc..
Ráthay:
Die Rebsorte ist eine Züchtung der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg, genauer gesagt von Fr. Dr. Gertrude Mayer 1970. Es ist eine Züchtung aus Blauburger x ( Seyve Villard 18-402 x Blaufränkisch). Namensgeber war Prof. Emmerich Rathay, der zweite Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule.
Rösler:
Auch diese Rebe ist eine Kreuzung von Fr. Dr. Gertrude Mayer von der Schule in Klosterneuburg, zwischen Zweigelt x ( Seyve Villard 18-402 x Blaufränkisch). Namensgeber war Hofrat Dr. Leonhard Rösler, ein langjähriger Direktor von Klosterneuburg.
Syrah (Shiraz):
Eine französische Rotweinrebe von weltweiter Bedeutung. Der Name kommt von der Stadt Shiraz im Iran. Shiraz hat auch in Österreich seit einigen Jahren Einzug erhalten, wobei der meiste Ertrag in Cuvees verarbeitet wird.
Weinbeschreibung
Weißweine
Grüner Veltliner:
Gelbgrün; intensiv fruchtig, Äpfel und Grapefruit, tropische Noten, saftig, mineralisch, leicht würzig, feingliedrige Säure, kompakt, typischer Veltliner
Welschriesling:
Helles, funkelndes Gelbgrün; dezent vegetabil - heuriger Duft; grüner Apfel; Akazienblüte; straffes, enges Säurerückgrad; Resch und Frisch!
Weissburgunder:
Helles Gelb mit zartem Grünschimmer, feine Apfelfrucht, Steinobstanklänge, feine Extraktsüße, ein vielseitiger Speisenbegleiter und animierender Trinkwein
Gelber Muskateller:
Traubig ausgeprägtes Sortenbukett, der Wein ist leicht, frisch und mit einem lebendigen, fruchtigen Säurespiel, idealer Apero, anregendes Finish
Sauvignon Blanc:
Helles Grüngelb, ausgeprägte Fruchtwürze, in der Nase nach Stachel- und Johannisbeeren, am Gaumen knackig und langes Finish
Grauburgunder:
Gelbgrünliche Farbe, mit leicht goldenem Schimmer, delikates unaufdringliches Bukett, typisches Honigbukett, extraktreich und vollmundig am Gaumen, saftig im Finish
Riesling:
Klarer saftiger Pfirsichduft, offenherzig, ausgewogenes fruchtbetontes Säurespiel, saftig, schmackhaft, elegant, angenehmer Trinkfluss
Chardonnay:
Hefige Noten gepaart mit Grapefruit und Ananas, ansprechendes Säurespiel und viel Substanz, ausgeprägtem Sortencharakter und ausgewogene Dichte
Rotgipfer:
Goldgelbe Farbe, frisches, würziges Bukett, angenhme Säure, harmonisch und ausgewogen im Finale
Zierfandler:
Ausgeprägtes Sekundärbukett, würziges Extraktreichtum, schönes Frucht- und Säurespiel am Gaumen, harmonisch im Abgang
Grauburgunder:
Reife, exotische Früchte, Granatapfel, Zuckermelone; Walnüsse, rote Grapefruit, Melonen; reichhaltig, fest, druckvoll im Finish
Gewürztraminer:
Goldgelbe Farbe, Gewürznelken in der Nase, seidig schmeichelnd, ausgewogen, kräftige Struktur, zarte Rosen am Gaumen
Steirische Spezialität
Schilcher:
Leuchtendes, mittleres Zwiebelrot, intensive Würze, zart nach Johannisbeeren, Minze, Brennnessel, am Gaumen rassig, kompakt, rote Beeren, gute Länge, charaktervoll
Rotweine
Blauer Zweigelt:
Kräftiges Rubingranat mit Purpurreflexen, saubere Nase mit jungendlichen Fruchtaromen sowie sortentypischer Kirschfrucht, milde Säure, sehr weiche Tannine
Blaufränkisch:
Funkelndes, dunkles Rubingranat mit violettem Rand, ausgeprägte Frucht nach vollreifen Weichseln und Brombeeren; aromatische Walderdbeeren, lebendig kräftiger Körper, typischer Charakter mit saftigen Tanninen und harmonischen langen Abgang
St. Laurent:
Tiefdunkles Rotviolett, Heidelbeeren und Brombeeren, unterlegt mit Röstaromen, mit typischer Würze, geschmeidiger, engmaschiger St. Laurent mit harmonischen Säurespiel
Pinot Noir:
Helles Dunklerot, Himbeermark, komplex, feste Holzstruktur, mineralisch, würzig, kraftvoll - großes Potenzial
Merlot:
Leuchtendes Rubin, reife Aromen von schwarzen Beerenfrüchten, Anklänge von Rauch, weiche, saftige Frucht, pikante Säure, ausgewogen im Abgang
Cabernet Sauvignon:
Kirschrot, kompakt und fest mit interessanter Struktur, vollmundig und mollig mit schöner Länge
Cabernet Franc:
Granatrot, komplexes Bukett nach schwarzen Johannisbeeren, angenhem fruchtig, gehaltvoll im Abgang
Shiraz:
Tiefes Rubinrot , intensive dunkle Fruchtaromen mit Würze, im Geschmack komplex von saftig konzentrierten schwarzen Früchten (Waldbeeren, Schwarzkirschen), gute Länge im Finale
Blauer Portugieser:
Hellrot, dezentes Bukett nach Beeren und Blumen (Veilchen), samtige Tannine, rundes Finale

